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Konzentrationslager Fuhlsbüttel

Das im Nordwesten Hamburgs gelegene Konzentrationslager (KZ) Fuhlsbüttel, ab Ende 1936 Polizeigefängnis, wurde 1933 in Gebäuden der dortigen Strafanstalten eingerichtet und unterstand zunächst der Landesjustizverwaltung. Hierhin wurden auch die Häftlinge aus dem aufgelösten KZ Wittmoor verlegt. Auf Weisung des Gauleiters K. Kaufmann ging am 4.9.1933 die Bewachung auf ein Kommando besonders skrupelloser SS-Angehöriger über. Binnen kurzem wurde das im zeitgenössischen Sprachgebrauch als „Kola-Fu" bezeichnete KZ zu einem Inbegriff von Willkür und Gewalt.
Fuhlsbüttel kam im System der KZ eine gewisse Sonderstellung zu, da es der Gestapo als eine Art Voruntersuchungsgefängnis diente. Die „Schutzhäftlinge" wurden je nach Beweislage entweder zur Aburteilung an die Justiz übergeben oder in andere KZ überstellt. Vor allem Regimegegner, aber auch Asoziale, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, Juden und Tausende ausländischer Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter waren in Fuhlsbüttel inhaftiert.
Von Oktober 1944 bis Februar 1945 nutzte die SS einen Gebäudeteil des Zuchthauses Fuhlsbüttel als Außenlager des KZ Neuengamme; in diesen vier Monaten wurden von den dort auf engstem Raum untergebrachten 1.300 Häftlingen über 200 Menschen aus zehn Nationen Opfer der unmenschlichen Behandlung. Insgesamt kamen in F. über 450 Frauen und Männer ums Leben - sie starben an den Folgen von Mißhandlungen, wurden ermordet oder in den Tod getrieben. Im Torhaus am Suhrenkamp wurde 1987 eine Gedenkstätte mit einer Ausstellung eingerichtet.

 

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Der Stadtteil Fuhlsbüttel 

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