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Fuhlsbüttel wurde erstmals 1283 erwähnt, als das Lehen der Grafen von Holstein von der Hamburger Familie vom Berge an das Kloster Reinfeld überging. 1284 kauften die vom Berge Dorf und Mühle zurück. Im 14. Jh. kamen beide an die Stadt Hamburg. Die Dänen besetzten 1641 Fuhlsbüttel und errichteten dort ein Winterquartier; 1686 nahmen sie den Ort erneut ein. Im frühen 19. Jh. hatte Fuhlsbüttel sechs Vollhufen und eine Halbhufe sowie 18 Brinksitze, deren Bewohner Bauern, Alsterschiffer und Butterhändler waren. Für die Schiffahrt auf der Alster war die im 15. Jh. bereits vorhandene Schleuse wichtig. Der Schleusenmeister war auch Dorfschmied und Krugwirt. 1641 errichtete der dänische König Christian IV. hier mit 1200 Mann ein festes Heerlager und holzte es so radikal ab, daß praktisch alle Waldungen verschwanden. Urnenfunde weisen darauf hin, daß in vorgeschichtlicher Zeit hier ein überdurchschnittlich großer Wohnplatz gelegen haben muß, denn man fand 2000 Urnengräber. Der Straßenname »Solt-stücken« und der Flurname »Soltkoppel« (Solt = Salz) könnten darüber Auskunft geben: Die übergroße Zahl der Urnengräbern (normal wären 500) läßt darauf schließen, daß etwas Besonderes die Menschen an diesen Platz gezogen haben muß. Das könnten die Ausläufer eines Schnelsener Kalistocks gewesen sein, der sieben bis acht Kilometer entfernt lag und für ein salzhaltiges Grundwasser sorgte, das hier an die 1865 begann die Stadt, Land für ein Zentralgefängnis aufzukaufen, das in zwei Abschnitten 1876-81 am Suhrenkamp und 1906 Am Hasenberge erbaut wurde. 1933-35 befand sich dort das Konzentrationslager, seit 1936 ein Polizeigefängnis. Fuhlsbüttel wurde 1913 eingemeindet. Die Straßenbahn- und Vorortbahnverbindungen bis zum nahen 0hlsdorf, seit 1914 der eigene U-Bahn-Anschluß förderten das Wachstum des Stadtteils, in dessen Westen seit 1911 der Flughafen angelegt wurde. Einzelhausbebauung und qualitätvolle Wohnanlagen (Siedlung Flughafen von Fuhlsbütte,l Höger am Lilienthalplatz, 1927/28, und Kleekamp/Bergkoppelweg von K. Schneider, 1928/29 - gegenüber der 1909 von L. Migge geschaffenen Grünanlage) prägen das Ortsbild. Östlich vom U-Bahnhof erstreckt sich zwischen Brombeerweg und Hummelsbütteler Landstraße die Siedlung Alsterhöhe, eine seit 1907 vom Bauverein zu Hamburg angelegte kleine Gartenstadt. An den Gründer des Bauvereins, den Unternehmer und Senator H. Traun, erinnert auf dem nach ihm benannten Platz eine Büste. Bis 1893 gehörte Fuhlsbüttel zum Kirchspiel Eppendorf. Dann entstand die St.Lukas-Kirche (heutiger Bau von 1937/38) am Erdkampsweg; ganz in der Nähe liegt die von F. Schumacher 1929/30 erbaute Realschule im Alstertal (heute Gymnasium Alstertal).Oberfläche trat. Es werden vermutlich die Arbeitsmöglichkeiten gewesen sein, die die Menschen hierherziehen ließen.
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